Die DIE AG stellte unserer Fraktion die Pläne für das 100.000 Quadratmeter große Areal mit dem Peter-Behrens-Turm an der Ostendstraße in Oberschöneweide vor. Die Kritik des Bauamtes, dass die geplante Bebauung zu "massiv" sei, konnte die Fraktion bei der Begehung nicht nachvollziehen. Im Gegenteil: Das als reines Gewerbegebiet deklarierte ehemalige Samsung-Gelände soll in Teilen denkmalgerecht saniert und mit Sichtachsen, Freiflächen und einer öffentlichen Uferstraße ausgestattet werden.

Bei den Planungen geht die DIE AG geht von einem Investitionsvolumen „größer als die Siemensstadt“ aus. Das städtebauliche Konzept sieht dabei eine rein gewerbliche Nutzung des Areals Behrensufer vor. Gebäudeteile des historisch gewachsenen Industriegebiets sollen dem Denkmalschutz entsprechend saniert werden. Vision der Investoren ist es, die durch massive Gebäudeteile bedingte Abschottung des Areals aufzulösen – die auf 400 Metern komplett versiegelte Front zur Ostendstraße wird zurückgebaut, damit jeder Bürger die Möglichkeit hat, auf den geplante Uferweg entlang der Spree zu gelangen.

Die Sorge, dass Hochhäuser die Silhouette des Areals spreeseitig zerstören könnten, konnten die Investoren zu zerstreuen: Keines der neu zu errichtenden Gebäude wird höher als der 70 Meter hohe Behrensbau werden. Im Gegenteil: Die geplanten „Hochpunkte“ reihen sich, wie die Planungsskizzen verdeutlichten, markant am Ufer der Spree auf würden dem Areal eine unverwechselbare städtebauliche Skyline geben.

Im Zuge der Ansiedlung von Unternehmen und der Vermietung von Büroflächen sind eine Kita sowie Nahversorger bis 800 Quadratmeter Grundfläche wie Lebensmitteleinzelhandel, Apotheke oder Reinigung geplant. Es sollen auch 800 ober- und unterirdische Parkplätze entstehen und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.

Was die zeitliche Schiene angeht, sprechen die Investoren von einer sukzessiven Fertigstellung zwischen 2026 und 2027, der Bauantrag für diesen Gebäudeabschnitt sei fertig.

Allerdings beklagt die DIE AG die schlechte Kooperationsbereitschaft des Bezirkes bezüglich des Vorhabens. Das Bauamt hatte zuvor die Pläne für das Samsung-Gelände als „zu massiv“ abgelehnt, das Bezirksamt soll nun eine Veränderungssperre prüfen.

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