Köpenick



Wissen Sie, wer Wilhelm Voigt war? Als Köpenicker mit Sicherheit, denn der pfiffige Schuhmacher, der mit seiner Uniform die Soldaten foppte und das Rathaus besetzte, ging als Hauptmann von Köpenick in die Geschichte ein.

Zur Historie Köpenicks gibt es natürlich viel zu sagen – zum Beispiel, dass es – wie auch Spandau – eine eigenständige mittelalterliche Stadttradition hat und aus einem slawischen Burgwall entstanden ist. 1209 erstmals urkundlich als Copenic erwähnt, entwickelte sich die Siedlung an der Mündung der Dahme in die Spree rasch. Vom damaligen Haupterwerb der Menschen zeugt die einstige Fischersiedlung Kietzer Vorstadt und auch das Wappen von Köpenick zieren zwei Fische.

Das repräsentative Köpenicker Schloss auf einer Insel in der Dahme hat seine Ursprünge in einer mittelalterlichen Burg, die dann abgerissen und im 16. Jahrhundert durch ein Jagdschloss im Stil der Renaissance ersetzt wurde.  Später um mehrere Flügel und eine Schlosskirche erweitert, beherbergt es heute den zweiten Standort des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin.

Zum heutigen Ortsteil Köpenick gehören die Altstadt, die Kietzer Vorstadt, die Dammvorstadt, Köpenick-Nord mit Gartenhauscharakter und das Allende-Viertel, eine Plattenbausiedlung aus den 70er Jahren.

Wussten Sie schon, dass …

… Am 25. Oktober 1730 im Wappensaal des Schlosses das Kriegsgericht gegen Kronprinz Friedrich und dessen Jugendfreund Hans Hermann von Katte tagte? Beiden wurde Fahnenflucht vorgeworfen – der spätere Friedrich der Große kam glimpflich davon. Sein Freund von Katte jedoch wurde zu lebenslanger Festungshaft verurteilt, dann aber auf Befehl Friedrich Wilhelms I., dem Vater des Kronprinzen, hingerichtet.

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Wolfgang Knack

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