Müggelheim / Wendenschloß



Südlich der Köpenicker Altstadt, am Ufer des Langen Sees, liegt Wendenschloß. Ein Schloss allerdings gab es dort nie. Die spätere Villenkolonie wurde 1516 als „Eichhorn“ erstmals urkundlich erwähnt. Ende des 19. Jahrhunderts entstand mit der Einrichtung einer Fährverbindung von Grünau eine Villenkolonie, die dann den Namen des Gasthauses Wendenschloß erhielt.
Leben lässt es sich vortrefflich in Wendenschloß, und besonders Wassersportfans sind hier goldrichtig. Neben unzähligen Badestellen am Langen See lädt das 1914 eröffnete Strandbad zum Abtauchen ein.
Umgeben von Wasser und Wald, auf dem Köpenicker Werder zwischen Großem Müggelsee, Dämeritzsee, Seddinsee, Großer Krampe und Dahme, bietet auch Müggelheim Idylle pur. Aus einer 1747 gegründeten bäuerlichen Niederlassung ging im 18. Jahrhundert ein Angerdorf hervor, dass dann im späten 19. Jahrhundert zum Ausflugs- und Erholungsort wurde. Ein Besonderheit hier ist übrigens die Fähre F24: Im Ruderboot „Paule III“, Berlins kleinster Fähre, geht es von Rahnsdorf nach Müggelheim und retour.

Wussten Sie schon, dass …

 … in der Waldgaststätte Niebergallstraße 20 in Wendenschloß am 5. Juni 1945 die „Berliner Erklärung" über die Niederlage Deutschlands unterzeichnet wurde? Mit diesem Dokument erklärten die Oberbefehlshaber der vier Siegermächte – Marschall Schukow, General Eisenhower, Feldmarschall Montgomery und General de Lattre de Tassigny – die Übernahme der obersten Regierungsgewalt und legten die Grundsätze ihrer Deutschlandpolitik fest. Heute erinnert eine Gedenktafel an den geschichtsträchtigen Ort. 

Ihr Ansprechpartner: 
 

Martin Hinz 

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E-Mail: martin.hinz@cdu-fraktion-tk.de


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